Aktuelles Bildungsangebot

Dekoloniale Perspektiven auf Fotografie – Selbstrepräsentation und Widerstand


Das Seminar „Dekoloniale Perspektiven auf Fotografie“ richtet sich an Menschen, die von Rassismus betroffen sind, und schafft einen geschützteren Lern- und Reflexionsraum zur Auseinandersetzung mit der kolonialen Geschichte und Gegenwart visueller Repräsentation. Im Zentrum steht die Frage, wie Fotografie als Machtinstrument kolonialer und rassistischer Wissensproduktion gewirkt hat – und wie sie zugleich als Medium der Selbstermächtigung, Erinnerung und politischen Praxis genutzt werden kann.


Die Teilnehmenden erkunden historische und zeitgenössische Bildarchive, reflektieren eigene Erfahrungen mit Sichtbarkeit und Fremdbildern und entwickeln Strategien dekolonialer Bildpraxis. Durch Inputs, Gruppenarbeit und praktische Übungen mit Fotografie werden kritische Medienkompetenz und Selbstrepräsentation gestärkt.


Ziel des Seminars ist es, Bewusstsein für koloniale Kontinuitäten in visuellen Kulturen zu schaffen, alternative Erzählungen sichtbar zu machen und solidarische, empowernde Perspektiven in der politischen Bildungsarbeit zu fördern.

 

Keine fotografischen Vorkenntnisse nötig.

Nur Neugier, Offenheit und Lust auf gemeinsamen Austausch.

Jedes Format der digitalen Kamera/Handy ist Willkommen!

 

Pädagogische Verantwortung: Mari Nagaoka

 

Termin:

Datum: Mittwoch, 18.11.2026 – Freitag, 20.11.2026

Seminarzeiten:

  1. Seminartag: 10:30- 12:30Uhr / 14:00 bis 18:00Uhr
  2. Seminartag: 09:30 – 12:30Uhr/ 14:30 bis 18:00Uhr
  3. Seminartag 09:30 – 12:30Uhr (anschließend Mittagessen)

Bitte plant die Abreise so, dass ihr, wenn möglich nicht vor dem Mittag aufbrechen müsst.

 

Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an Menschen, die von Rassismus betroffen sind (Bi*PoC)

 

Referent*in:

Nicole Benewaah ist Fotografin und Kommunikationsdesignerin mit Schwerpunkt auf Porträt-, dokumentarischer und konzeptioneller Fotografie. In ihrer Arbeit verbindet sie künstlerische Bildsprache mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen und beschäftigt sich insbesondere mit Repräsentation, Erinnerungskultur und dekolonialen Perspektiven.

Im Zentrum ihrer fotografischen Praxis stehen Schwarze Lebensrealitäten, Selbstrepräsentation und die Sichtbarmachung von Perspektiven, die in der westlich geprägten Bildgeschichte häufig unterrepräsentiert oder stereotypisiert wurden. Ihre Fotografien entstehen in enger Zusammenarbeit mit den porträtierten Menschen und verfolgen einen respektvollen, dialogischen Ansatz, der Raum für individuelle Geschichten und Identitäten schafft.

Neben ihrer freien künstlerischen Praxis arbeitet Nicole Benewaah als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei (EOTO) e.V. Seit 2023 entwickelt und leitet sie zudem Workshops zu Fotografie, visueller Repräsentation und dekolonialen Perspektiven. Diese fanden unter anderem im Rahmen von Ausstellungen sowie als eigenständige Workshopreihen statt.

 

Teilnahmebeitrag: 45,00€ (Die Kursgebühr beinhaltet den Seminarbeitrag, Unterkunft und Verpflegung. Bitte beachten Sie die Hinweise zu der Unterbringung)

 

Unterbringung und Verpflegung:

Die Unterbringung erfolgt in der Bildungsstätte Bredbeck im Haus 3 und im Haus x3  in EZ mit Dusche/WC, DZ mit Dusche/WC oder EZ mit geteilten Dusch- und Toilettenräumen (mit jeweils abschließbaren Einzelkabinen). In den beiden Unterbringungshäusern sind nur Teilnehmende aus diesem Seminar untergebracht.

Parallel finden weitere Seminare und Veranstaltungen in der Bildungsstätte statt, deren Teilnehmende in anderen Unterbringungshäusern untergebracht werden. Haupthaus, Speisesaal und das Gelände werden gemeinsam genutzt.

Das Seminar ist mit Vollverpflegung (Frühstück, Mittagessen, Kaffee/Tee & Kuchen, Abendbrot). Die erste und letzte Mahlzeit ist jeweils das Mittagessen.

Auf folgende Essenswünsche und -bedarfe kann sich die Küche einrichten: vegan, vegetarisch, kein Schweinefleisch, mit Fleisch, lactosefrei, glutenfrei.

 

Barrieren und Barrierefreiheit:

Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt.

Es existiert ein barrierefreies Zimmer für Rollstuhlnutzer*innen und im Seminarraum gibt es eine rollstuhlgerechte Toilette. In dem Haupthaus (mit Rezeption und Speiseraum gibt es keine rollstuhlgerechte Toilette). Die Wege zwischen den Unterbringungs-, Seminarräumen und Speisesaal sind ebenerdig bzw. mit leichter Steigung. Die Wege von Unterbringung/Seminarraum zum Haupthaus sind ca. 300m und verlaufen streckenweise auch über befestigten Waldboden. Die Türen in den Gebäuden öffnen nicht automatisch.

Die Bildungsstätte Bredbeck ist um Reduzierung von Barrieren bemüht. Sollten Sie Fragen diesbezüglich haben, kontaktieren Sie bitte den Buchungsservice.

Zum Nachschauen auf der Homepage: Für einen Einblick in die Unterkunft und Seminarraum (Seminarraum: Perspektive, Unterbringung: Haus Xtra3 und Haus 3)

 

Die Plätze sind begrenzt und werden nach Eingang vergeben, daher meldet Euch bei Interesse gerne schnell an.

Termine

18.11.2026 - 20.11.2026